#114 «Wir müssen nachhaltiges Wachstum fördern»

Shownotes

Gast im HDW-Podcast «Off The Record» ist Helene Budliger Artieda, Staatssekretärin und Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO. Zuvor war sie während vieler Jahre für das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten tätig, unter anderem mit Stationen in Nigeria, Kuba, Peru und Kolumbien. Später war sie Schweizer Botschafterin in Südafrika und Thailand.

Im Gespräch mit Michael Köhn spricht Helene Budliger Artieda über ihren Weg vom EDA an die Spitze des SECO. Sie gibt Einblick in Krisenmanagement, Handelsdiplomatie und die Arbeit eines Staatssekretariats, das zentrale Fragen von Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Standortpolitik bearbeitet. Zur Sprache kommen auch Regulierung und Bürokratie – und die Frage, wie sich unterschiedliche Ansprüche von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft noch in eine tragfähige Balance bringen lassen.

Im HDW-Podcast «Off The Record» spricht Michael Köhn mit seinen Gästen über Themen aus der Politik, der KMU-Wirtschaft, der Bildung und der Gesellschaft.

«Off The Record» kann als Audio-Podcast über Apple Podcasts, Spotify oder Amazon Music gehört werden. Video-Podcasts können auf dem YouTube-Kanal des HDW angeschaut werden.

Transkript anzeigen

00:00:11: Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe vom HDW of the Wrecked Podcast.

00:00:16: Wenn es um Beziehungen zur Europäischen Union geht, um Freihandelsabkommen und Verhandlungen mit Indien oder aktuell um Zollfragen mit den USA, dann führt kaum ein Weg an meinem Gast vorbei – Ander Helen Puttliger-Adieda.

00:00:30: Sie hat als Sekretärin im Aussendeppartement angefangen, hat in Nigeria, Kuba, Peru und Kolumbia geschafft hat prüfsbegleitende Betriebswirtschaftsstudium in Bogota absolviert und ist dann später Botschafterin gesehen, in Südafrika und Thailand.

00:00:46: Heute steht sie an der Spitze vom Staatssekretariat für Wirtschaft KurzSECO.

00:00:52: Viele beschreiben es ja als pragmatisch unaufgeregt-und lösungsorientiert.

00:00:57: Andere sagen ganz einfach, Sie sind ein Macher!

00:01:00: Telembutigadieta war das Gast im HdW Business Club, wo dieses Gespräch von Publikum aufgezeichnet wurde.

00:01:07: Mein Name ist Michael Kuhn.

00:01:10: Ich fühle mich auch an, mit einem klassischen Lebensweg oder eben nicht das klassische Leben.

00:01:13: Sie sind im Überdorf aufgewachsen!

00:01:15: Wie schwierig ist das?

00:01:16: In dem

00:01:16: Überdorfen

00:01:18: behauptet kein Problem.

00:01:19: Also zu meiner Zeit war es tatsächlich noch so halber ein Dorf gewesen.

00:01:23: Heute muss ich sagen... In den letzten Jahren war ich auf Gämpfe und dann auf Nigeria.

00:01:30: Von daher bin ich nur noch versucht bei den Eltern.

00:01:33: Ich bin selbst etwas verschockt, wie das die Überdorf aussehen.

00:01:36: Aber damals ist es wunderbar gewesen.

00:01:38: Der Nähe vom Greifensee.

00:01:40: Wenn man über den Berg ging, war man in Zürich.

00:01:43: Also überhaupt nicht schwierig.

00:01:45: Die Ski-Voda ist dort manchmal nach Herdperi oder so geschmückt.

00:01:50: Das ist auch nicht so schlimm, oder?

00:01:51: Ja,

00:01:51: es war ein bisschen penetran.

00:01:53: Nein, aber es war dann etwas penetran, wenn man den ganzen Tag der Erdbeeregeschmack im Dorf hatte.

00:01:59: Aber damals war es wirklich ... Also das Dorf war

00:02:03: ... Sie waren mit acht Jahren schon raus und sagten jetzt quasi, dass die Welt aussieht.

00:02:06: Ja also ich habe eigentlich lange nicht gewusst was sie machen sollen.

00:02:11: wegen dem bin ich auch.

00:02:12: Ich wollte nicht unbedingt studieren damals.

00:02:14: Und wegen dem ging ich in die Handelsmittelsschule.

00:02:17: Und auch dort habe ich nicht so gewusst, was sie machen sollen.

00:02:21: Er musste aber in der Handelsmittelschule einen Schnupper-Wochen machen und diese habe ich dann in einem Hotel gemacht oder eine Rezeption.

00:02:28: Das fand ich sehr super.

00:02:30: Dann habe ich eigentlich gedacht, dass er in ein Hotelfach-Schul ging und noch weil das italienisch und französisch war, ist es gar nicht mein Lieblingsfach.

00:02:40: Das habe ich einfach weil er perfektioniert und wegen dem habe ich dann so ein Stash gemacht.

00:02:47: Zuerst im Tessin in einem Hotel, dann im Gämpf und dann bin ich eigentlich entschlossen sein Hotel fach zu gehen und habe aber einen Sincerat gesehen damals oder?

00:02:58: In der Zeitung... Wollen Sie im Ausland arbeiten?

00:03:03: Damals hatte man so eine Maplik, die wir beworben haben.

00:03:06: Jetzt vergelten

00:03:06: sie.

00:03:07: Nein, aber ich habe einfach noch eine Vorricht gehabt und bewirb mich mal dort.

00:03:12: Ich wusste gar nicht so genau ... Im Ausland, beim Eidgenössischen Departement für auswertige Angelegenheit.

00:03:20: Ohne, dass ich mich so richtig informiert habe und den Job bekam, bin dann nach einem Einsatz in Bern.

00:03:28: Wo man ein bisschen vorbereitet wurde ist das erste Posten im sechsendachtige Lagos Nigeria.

00:03:35: Also eigentlich kann du mal necken und etwas ähnlich wie bei uns ...

00:03:39: Nein, es ist oder sechsendachtige Hüge kann man sich das gar nicht mehr vorstellen.

00:03:42: Aber ich bin dann verzweifelt in der ganzen Schweiz von Buchhandlung zu Bibliothek, um irgendetwas zu lesen über Nigeria, weil es niemand kennt und habe nichts gefunden.

00:03:56: Damals hat sie noch so Postenberichte geschrieben, da haben wir die Posten berichten gelesen Ob ich mir sagen muss oder die hat man dann primär auch so in der Botschaft geschrieben, alles ist furchtbar.

00:04:08: Damit wir eine möglichst höchste Zulage bekommen hätten.

00:04:10: Oder wenn die Zentraler das gelesen hat also ziemlich erschreckend war.

00:04:14: und ja da bin ich dann halt als damals zwanzigjährige auf den Flüger und habe dann in Lagos angefangen auf der Botschaft.

00:04:23: Das hättest du auch mit dem Hotel in Ausland können.

00:04:26: Was war das, was Sie gesagt haben?

00:04:27: Nein doch nicht Hotel!

00:04:28: Ich mach ihn im Baumarkt...

00:04:30: In Genf hatte ich einen Chef, es war ein Algerierer und er hat mir dann einmal so gesagt, dass du superjob machst und es wäre gut wenn du die Hotelfach-Schule gehst aber halt eben in den Achtzigerjahren als Frau.

00:04:42: Du kannst gerade vergessen einen internationalen Hotelmanager Karriere, das macht nur Mann.

00:04:49: Das hat man dann schon etwas zu denken gegeben.

00:04:51: Wie gesagt, das ist einfach die Kommissarzufall.

00:04:53: Ich habe das in unserer Angesehe.

00:04:55: Wollen Sie im Ausland arbeiten?

00:04:57: Dann dachte ich ja, wieso

00:04:59: nicht!

00:04:59: Und es richtigen Sie ganz offensichtlich bis

00:05:01: heute?

00:05:01: Nein, ich mache das für ein paar Jahre.

00:05:05: Das ist ein Abenteuer und es ist natürlich so... Ich glaube, das Typ ist für mich ein Abenteuer.

00:05:12: Aber gleich mit einem schweizerischen Arbegeber auf den Schweizerischen Botschaft.

00:05:17: Was

00:05:17: ist die Stabilität?

00:05:18: Nein

00:05:19: und der Umgehung von Schweizer.

00:05:20: Man hatte natürlich schon weniger ja nicht lokal Personal, aber es war irgendwie eine richtige Mischung für mich zwischen so etwas Abenteurlust im Ausland zu gehen, etwas erleben, aber doch nicht total verrückt einfach losziehen und etwas probieren.

00:05:37: Und dann sind sie in weitere Stationen gegangen.

00:05:39: Wie muss man das vorstellen?

00:05:40: Kann man wählen oder wie man geschickt

00:05:43: ist?

00:05:43: In den Zeiten, an denen ich das gemacht habe als Jungs-Fröhlein – da war es ja noch Fröhleing – konnte man auswählen und man wusste nicht, ob man für zwei Jahre geht, drei Jahre, vier Jahre, fünf Jahre, sondern man hat einfach irgendwann einen schiffrierten Telex bekommen.

00:06:04: Ich habe das heute noch vor mir geheissen, weil ich nicht so viel zu tun hatte in Lagos und eine Funkkurs gemacht habe.

00:06:12: Der Botschafter hat nur angelieht, wenn wirklich die Hütte brennt hätte, denn die Minute kostete vierzehn Franken und es war gar nicht sicher, dass man durchgekommen ist.

00:06:23: Da haben wir also gefunktet und der Diplomatenkurier kam mit damals bisher.

00:06:28: Ich war etwas langweilig und habe einen Funkerkurs gemacht.

00:06:33: Dann hat das immer angefangen, wir beabsichtigen zu können.

00:06:37: Jetzt kommt die Versetzung.

00:06:38: Und dann haben wir irgendwann gesehen ... Aha!

00:06:40: Das betrifft diese Person.

00:06:42: Dann haben wir irgendwo gesehen, wann und woher.

00:06:45: Ich konnte meine eigene Versetzung deschiffrieren.

00:06:49: Die war dann Kuba.

00:06:50: Das nächste

00:06:51: ist auf Kuba?

00:06:52: Ja,

00:06:52: nach etwa zwei Jahren.

00:06:55: Nach einem Jahr ... Da bin ich fast ein wenig verschrocken, einen Temporäreinsatz gemacht in Islamabad-Pakistan.

00:07:01: Und um Gottes Willen von Lagos nach Islamabad wäre es etwas her gewesen.

00:07:06: Aber ja, Kuba war mit viel Optimismus gegangen.

00:07:10: Es war allerdings schwierig.

00:07:11: Es ist ein Inseln und man ist eigentlich isoliert.

00:07:15: Damals kam der Gorbatschow zur Besuch und sagte, wir sind in einer anderen Welt.

00:07:24: Wir können nicht mehr Erdöl, Gas und Zoll liefern.

00:07:29: Es war eine sehr schwierige Zeit für die Versorgungsmessung.

00:07:33: Man war wirklich auf dieser Insel.

00:07:35: Und es hat nicht mitbekommen, was auf der Welt läuft.

00:07:38: Was faszinierte dich?

00:07:40: Ist das Land als solches oder waren es die Menschen, mit denen man damit zu tun hatte?

00:07:44: Oder doch schon Politik damals?

00:07:47: Ja also ... Die Politik hat man natürlich gesehen, dass die Kommunismus nicht das allein glücklich gemacht ist.

00:07:55: Es war natürlich gereicht, wenn der Fidel Gasser ein Superstar war.

00:07:59: Er hatte alles, was der Fidal war.

00:08:03: Ich erinnere mich bei der französischen Botschaft Gattochschuie.

00:08:07: Der Fidal fuhr vor mir durch mit seinen Bodyguards.

00:08:10: Das waren ja alles Frauen.

00:08:13: Das war schon faszinierend für jemand aus die Überdorf.

00:08:17: Aber wie soll ich sagen?

00:08:20: Es war eine Mischung, oder?

00:08:22: Damals waren Kuba z.B.

00:08:24: in Sachen Medizin sehr führend.

00:08:26: Sie hatten einen mexikanischen Assistenzherz, der ihre Spezialisierung in Kuba gemacht hat.

00:08:33: Es war eine Zeit der Angola-Krieg.

00:08:36: Ich kann mich erinnern, dass wir ständig überwacht waren und mein Nachbar in meiner Dienstwohnung gegenüber zurückkam.

00:08:48: Er hat seine russische Maschinengewehr über sein Bett aufgehängt.

00:08:55: Es war völlig eine andere Welt.

00:08:58: Ich glaube, was einfach super ist, ist trotz aller Schwierigkeiten die Herzlichkeit der Kubanerinnen.

00:09:08: Aber gleichzeitig hat es ihnen auch etwas genervt, weil sie völlig weltfremd waren oder?

00:09:13: Die haben irgendwie das Gefühl gehabt... Die Kuba waren ja von allen Informationen abgeschnitten.

00:09:18: Sie haben das Gefühl, dass das komanische Essen dabei ist.

00:09:24: Also wirklich nicht jeden Tag Reis und Bohnen oder Chicken.

00:09:30: Es war eine faszinierende Zeit.

00:09:34: Aber ehrlich gesagt nach Lagos, wo man doch einen Swiss Airflug hatte für die Ex-Pads ... Wenn man den Moral ist, konnte man sechs Stunden auf Zürich fliegen.

00:09:47: Wir konnten damals die Tickets mit lokaler Währung kaufen.

00:09:50: Das kostete nichts.

00:09:51: und dann sitzen sie auf der koreibischen Insel weit weg von allem.

00:09:56: Ja, es war nicht erstauntlich.

00:10:00: Ich muss sagen, man hat das schon anders vorgestellt.

00:10:03: Und dann sind sie auf dem amerikanischen Kontinent geblieben?

00:10:05: Oder nach Peru sind

00:10:06: Sie denn gegangen?

00:10:07: Der Deal war mit meinen Eltern, dass ich an die Hotelfachschule gehe und ... Dann hat mir SEDA San Francisco geboten.

00:10:17: Und dann habe ich ... Also, ja!

00:10:19: Nicht du mehr so?

00:10:20: Nein, also sorry, jetzt bist du vier Jahre.

00:10:22: Da habe ich immer angeläutet und gesagt, dass es noch nicht kommt.

00:10:26: Jetzt musst du dich entscheiden.

00:10:27: Dann dachte ich doch, nein, San Francisco, das will ich einfach machen.

00:10:31: Ich habe zwei Jahre in San Francisco gemacht und habe aber auch gemerkt Wenn ich das weiter mache, kann ich nicht die Sekretärin bleiben.

00:10:40: Ich habe auch gemerkt, dass ich besser ausgebildet war als gewisse von meinen Kollegen in der Konsolarkarriere und habe mich dann entschlossen, den übertrittlichen Konsolorkarrieren zu machen.

00:10:50: Und da müssen wir eine Kurs machen.

00:10:52: Wie müssen Sie das vorstellen?

00:10:54: Ja, es gibt eine Aufnahmebriefung genau wie bei einem diplomatischen Gangkurt.

00:10:57: Die habe ich nicht mehr zu tun, weil ich sechs Jahre im MEDA schon war und gute Leistungsbeurteilungen hatte.

00:11:04: Aber man macht dann einen Einführungskurs in Bern, denn es ist sehr ... Es wird häufig unterschätzt.

00:11:11: Sie machen dann von WISA über die Pässe, über Ideen und Sozialfürsorge.

00:11:17: Damals mussten wir noch Militärbepflichtersatz einkassieren.

00:11:21: Aha-Fauberechnungen machen.

00:11:24: Und der Konsolarschutz ist sehr anspruchsvoll, wenn er im Gefängnis oder einen Umfall hat.

00:11:32: Es ist ein sehr intensiver Beruf und dann machen wir drei Monate.

00:11:38: Dann mache ich einen Starsch, den habe ich in Strasbourg gemacht.

00:11:42: Ich wollte nicht so weit weg nach drei Bösten weiter weg.

00:11:47: Irgendwann sind Sie im Peru gelandet?

00:11:49: Stimmt das, dass Sie dort Ihren Mann kennenlernen?

00:11:51: Ja, das stimmt!

00:11:54: Nach drei Einsätzen, an denen ich von Familie und Freund weiter weg war, habe ich die Strasburg sehr genossen.

00:12:02: Ich wäre gerne in der Nähe geblieben und habe einen Versetzungsbrief bekommen, wo die Peru heissen hat.

00:12:08: Dann muss ich sagen, dass ich schon den Mutter angeläutet habe und rundherum berühlt habe.

00:12:15: Die Peru hat auch Terrorismus.

00:12:18: Das Land war wirtschaftlich am Boden.

00:12:22: Also ich habe von allen.

00:12:24: Nach dem Star war es einfach der schlimmste Poster.

00:12:26: Meine Kollegen sind auf London, Los Angeles, Nizza ... und alle haben mich so klar gewonnen.

00:12:34: Du gehst schon auf Leimarm oder?

00:12:36: Also nach den

00:12:38: Strophensetzungen?

00:12:39: Ja!

00:12:40: Und ich muss sagen, von diesem Verziss habe ich eben mal wieder einen Temporäreinsatz gemacht und fand das noch furchtbar in die Stadt hässlich.

00:12:49: Situationen schwierig, Unsicherheit.

00:12:52: Bomben sind losgegangen.

00:12:54: Cholera damals hatte in der Stadt selber Restaurant-Lehrer oder kein Restaurant und da hatte ich schon nicht so einen guten Gefühl.

00:13:05: Und dann, wie das Leben so ist ... Über drei oder vier Wochen, als ich an dem Lima angekommen bin, habe ich meinen Mann kennengelernt beim Gleitschirm fliegen.

00:13:11: Ja, bist

00:13:12: du im Gleidschirm?

00:13:12: Ja ja, stimmt!

00:13:14: Und dann natürlich nachher... Peru, super gefunden.

00:13:20: Machen Sie das heute noch Gleitschiffchen?

00:13:21: Nein, nein!

00:13:22: Ich muss sagen... ...ich bin von einer Kohle... ich habe eigentlich Höhenangst.

00:13:27: Nicht ideal beim Gleitzschiffchen.

00:13:28: Ja, es geht noch, weil sie wirklich früh ist.

00:13:30: Es ist nicht ab den Gumpen aus dem Frühjahr.

00:13:33: Aber ich hatte eine Kollegin, in der es ihr grosser Hobby war.

00:13:36: In der Botschaft kamen wir zusammen zur gleichen Zeit.

00:13:39: Sie war früher an sich bei Ledig.

00:13:41: Und sie sagte mir, dass die ganzen lässigen Gruppen von Peruaner alles Gleitschirm-Biloten mitkommen.

00:13:49: Dann gab es dort noch einen Schweizer, der leider verunglückt ist.

00:13:55: Franz Schildter war der Instruktor, den anderen Peruaners Gleidschirmflüge beibringten.

00:14:01: Und er hat mich dann bequatscht.

00:14:03: Ich sollte auch mal einen solchen Kurs machen und so weiter, und sofort.

00:14:05: Dann habe ich das zeitlang gemacht.

00:14:07: Aber die Traurige ist, dass meine Bürokollegin dann auch deutlich verumfaltet ist, wo ich schon in Kolumbia war.

00:14:14: Das war für mich klar.

00:14:17: Moment,

00:14:17: siehst du was?

00:14:19: Ja.

00:14:19: Die Gewerfgegäste des Schweizer Gewerverbandes waren ja auch auf der Bühne.

00:14:22: Sie haben gesagt, sie hätten heute Hochzeitstag oder

00:14:26: so geworden.

00:14:27: Das war Anfang Mai.

00:14:28: Und sie verbringen den Hochzeitstag zu oben in einem Vortrag.

00:14:32: Aber Madar fiel mir hin mit und dann können sie zusammen essen?

00:14:35: Nein!

00:14:36: Also ist es ein bisschen sehr schmacklos

00:14:37: schildert.

00:14:38: Ja, er hat einfach gesagt, da kommen wir jetzt halt mit.

00:14:40: Er kam nicht.

00:14:42: Er hatte Dörfen.

00:14:44: Er kann immer mitkommen.

00:14:45: Ist

00:14:45: das ein bisschen Schicksal, wo wir hätten... mit Schicksale oder einfach, dass die Zeit sehr eng ist?

00:14:53: Nein gut.

00:14:54: Ich muss sagen, ich habe das Glück, dass ich einen sehr flexiblen Mann habe, der sich selbst sehr gut beschäftigen kann und sich schon ein bisschen Sorgen macht, wenn ich in der ganze Zeit zu Hause bin.

00:15:04: Irgendwann öfters gut kommt.

00:15:06: Nein!

00:15:07: Wir waren beide immer berufstätig.

00:15:10: Oder im Ausland ist es eigentlich viel schwieriger für den Partner.

00:15:13: Mein Mann musste sich immer komplett neu erfinden.

00:15:16: Ich konnte am Montag ins Büro gehen auf die Botschaft.

00:15:19: Das ist jedes Land anders, aber SETA ist SETAA und Büroböbel sind alle gleich.

00:15:28: Wie soll ich sagen?

00:15:28: Pass machen ist auch gleich.

00:15:32: Von daher ist es für die Partner sehr viel schwieriger.

00:15:37: Und von daher bin ich einfach froh, dass sie das angemacht haben.

00:15:40: viele Hobbys und Interessen hat, die sich selbst beschäftigen kann.

00:15:43: Und wo er durch seine Hobbies unter anderem Gleitschirm fliegen, schon angekommen ist.

00:15:49: Zum Beispiel sind wir dann zusammen auf Kolumbia.

00:15:52: Er hatte eigentlich schon Kollegen vom Gleidschirm-Club, oder?

00:15:55: Als er schon geschrieben hatte, kam er dann und so ... Nein!

00:16:00: Wir haben das bis jetzt gut gemanagt.

00:16:03: Ich glaube, es wird schwieriger, wenn ich dann für dich

00:16:05: ... Wenn Sie nicht mehr zu Hause

00:16:07: arbeiten.

00:16:08: Er

00:16:08: fliegt auch noch mehr.

00:16:10: Mein Mann ist ein bürgertes Schweizer, er findet das Land mega.

00:16:15: Er sagt, wenn ich in so einem Land auf die Welt gekommen wäre und wir immer abstimmen, mein Mann interessiert sich, er weiss wahrscheinlich mehr über die Schweiz und das politische System, Geografie

00:16:27: usw.,

00:16:27: als viele Schweizer.

00:16:29: Und er finde es gut, dass sie sich für die Firma Schweiz arbeiten.

00:16:33: Sehr schön!

00:16:34: Firma Schweiz?

00:16:35: Sie sind in SSECO-Direktorin geworden.

00:16:38: wo sie damals gewählt worden sind, hat es Stimmen gegeben.

00:16:41: Hm, kann ich das?

00:16:42: Was bringt ihr eigentlich mit und lenkt das?

00:16:44: Sagst du ein bisschen das Rüstzeug, was Sie haben?

00:16:46: Heute machen Sie komplett anders ... Neuf sein, neuf sein?

00:16:50: Überhaupt nicht!

00:16:52: Mein Mann fand das nicht gut oder?

00:16:54: Er hat sich sehr aufgeregt, aber er sagte, es sei eine schmutterliche ... Oder was haben Sie beim Chef gesagt?

00:16:59: Irgendwas ... Eine schmuterliche Personalpolitik.

00:17:03: Wie kann man denn umgehen?

00:17:04: Das hat mein Mann wahnsinnig aufgelegt.

00:17:05: Ich habe das eher ... Ich würde sagen, das ist gut.

00:17:09: Dann sind die Erwartungen nicht so hoch.

00:17:14: Nein, ich habe es jetzt schwieriger gefunden, wenn ich in den Himmel aufgekloppt bin ... Jetzt finde ich es schwieriger, weil überall nichts

00:17:21: mehr ... Jetzt werden sie immer gelobt?

00:17:22: Ja, ich bin auch typisch Schweizerin und kann nicht mit dem umgehen.

00:17:27: Nein!

00:17:28: Ich bin lieber der Andertag.

00:17:30: Das ist eine Rolle, bei der Sie meinen Lebenslauf schauen.

00:17:34: Verwaltungssekretärin, nachher war ich die oberste Chefin von allen Bootschafteren.

00:17:40: Du hast bei

00:17:42: der Roderfahrt

00:17:43: den Doberziert?

00:17:44: Da haben alle gesagt, Galmirei wollte einfach eine Frau unbedingt, weil ich die erste Frau war beim Amtsdirektorin und sie wollte eine, die sich pusht oder was sie will.

00:17:54: Das war nicht so.

00:17:55: Es war auch nicht der Grund, warum mich die alte Bundesrätin Galmy Rehi anstellt hat, sondern sie wollte mal jemanden, der das Auslagergeschäft kennt und gleich ein bisschen betriebswirtschaftlich versteht was wichtig ist.

00:18:11: Als Seko-Direktor wird es zu heifisch becken.

00:18:13: Wir müssen das vorstellen.

00:18:14: oder haben sich davon wohlgefühlt?

00:18:19: Ja, wie soll ich sagen?

00:18:20: Nach thirty-seix Jahren ist es mir schon nicht.

00:18:22: Es ist nicht einfach so, dass man den Schalter umstellt und sieht hier hat eine andere Kultur als das Wirtschaftsdepartement und das SETCO.

00:18:31: Also die erste Paar ... Ich weiss auch nicht, sie kennen offenbar mein Chef.

00:18:35: Er war ein paar Mal da.

00:18:36: Das geht sehr strukturiert.

00:18:38: Das sind die ersten Amtssitzungen, die ich angetragen habe.

00:18:41: Und das ist fast etwas wie in einer Bundesratssitzung.

00:18:44: Da haben Sie so Traktandomeis bis siebenzehnte.

00:18:46: Und der Mandat vom SETCO ist sehr breit!

00:18:50: Und dann ist das so zack, zack.

00:18:52: Hiner steht die Information richtungsentscheid und dann geht man da so durch.

00:18:57: Mein Chef ist extrem dossierfest.

00:19:00: Da habe ich schon mal kurz ein bisschen leer geschluckt und dachte, wie ... Die Außenpolitik ist etwas viel weniger fassbar.

00:19:08: Wenn sie Außenpolitik machen, können sie nicht nach betriebswirtschaftlichen Quasi-Zahlen sagen, jetzt haben wir etwas erreicht!

00:19:16: Iminalantik-Sy.

00:19:17: Das ist eine vielefluidere Angelegenheit als Arbeitsmarktpolitik oder Handelspolitik und das war schon eine Umstellung.

00:19:28: Ich war natürlich extern, aber ich konnte mehr nach den Sechsten, Dreißigjahren nicht mehr etwas vormachen können.

00:19:34: Ich meine, sie sind nicht all, da nicht alle.

00:19:36: Insbesondere wegen meinen Karrieren.

00:19:39: Wir konnten auch die Assistentinnen dann nichts mehr vormachten.

00:19:43: Aber ja, da kommen sie halt dort.

00:19:45: Und dann kennen sie nicht alle ... Unwritten Stories im Amt oder?

00:19:52: Ich muss sagen, ich wurde bisher herzlich willkommen geheissen.

00:19:56: Ich fühlte mich immer dreit und unterstützt von meinem Chef und seinem Team.

00:20:01: Von daher ... Ich muss auch sagen, dass ich in eine Kreisezeit gekommen bin.

00:20:06: Man hatte keine grosse Zeit zu überlegen.

00:20:10: Ich fühle mich jetzt und so, sondern es ist einfach go-go-go.

00:20:14: Ist das auch ein Vorteil?

00:20:17: Also ich kann mich im Ende der Jahre bewerben.

00:20:22: Ich bin aus drei Jahren Krisenmanagement Covid auf der Botschaft in Thailand oder?

00:20:29: Eine von den anspruchsvollsten Communities, wobei ich es sehr gut hatte mit der Auslandschweizer.

00:20:36: Wir mussten tausende Leute Feriengäste rappatrieren,

00:20:41: etc.,

00:20:42: und dann dachte ich, jetzt komme ich in das Amt, wieder ein schöner Profi der Schweiz!

00:20:48: Damals waren die Zahlen aufgegangen.

00:20:50: Historisch tiefe Arbeitslosigkeit, Wachstum und neue Stellen.

00:20:54: Alle waren optimistisch.

00:20:55: Jetzt haben wir endlich das Covid.

00:20:58: Am Anfang habe ich dann im August auch zwei zwanzig.

00:21:01: Bei dort kamen Sanktionsteam acht Leute oder?

00:21:06: Achttausend ungeöffnete E-Mails.

00:21:08: Das war so etwa der erste Schock.

00:21:11: Und dann ging es weiter.

00:21:14: Und nachher wussten sie genau, dass der Herbst Energiekreise noch zu Hause ist.

00:21:20: Alle sind auf die Neunzehabe und neunzehn Grad.

00:21:24: Bundesrat oder alle Volkswirtschaftsdirektoren ganz aufgeregt, müssen wir dann entscheiden.

00:21:29: Herzlich willkommen und so weiter.

00:21:31: Stromhaar,

00:21:32: der Fitnessclub und am Dienstag und am Mittwoch und so.

00:21:36: Sehr schwierige Zeit.

00:21:38: Der Druck höre ich bei Sanktionen oder den Kriegsmaterialgesetzgebung?

00:21:44: Plötzlich werden sie demarsiert von europäischen Freunden, die ihnen sagen, was macht eigentlich die Schweiz?

00:21:49: Wieso kommen jetzt diese EU-Eis und zwei nicht weitergeben etc.

00:21:58: Ich muss sagen, das war anspruchsvoll.

00:22:00: Aber in diesem Sinn ist es gut für mich, weil sie wissen gerade, was sie sich nützlich machen

00:22:06: können.

00:22:06: Und wie fest können Sie das einbringen?

00:22:08: So etwas als Chefin oder ein Riesenapparat?

00:22:11: Wir müssen das vorstellen!

00:22:13: Wie viel von der Pfundlichkeit.

00:22:15: jeder ist jetzt im Seko?

00:22:17: Also es ist definitiv ein Teamsport.

00:22:22: Ich glaube, niemand weiss, was wir alles machen.

00:22:25: Wir haben so die Traumweine, die auch ich in gewisser Zeit gebraucht habe und diese sie entdeckt habe.

00:22:32: Also Leute, die sehr wichtige Sachen machen, aber die vielleicht nicht gerade im Verbindung mit dem Seko gebracht werden.

00:22:39: Ob Sie wissen, dass die Schweizer schon an Kreditierungsstelle im Seko ist?

00:22:44: dass wir Produktversicherheit bei uns haben.

00:22:46: Dass sich Leute, die blind in den Testkäufen machen, bei Baby-Schwimmwesten aus diesen berühmten Anbietern oder online für drei Franken.

00:22:56: Und dann testen wir, ob unsere Sicherheitsanforderungen entsprechend sind.

00:23:05: Bei uns gibt es die Arbeitslosenversicherung und natürlich die klassische Handelsdiplomatie multilateral, bluri-lateral, bilateral.

00:23:15: Dann haben wir das Chefökonomes handelsamt.

00:23:18: Das Platt wird bei uns produziert.

00:23:22: Seemapp, also Beschaffungsplattform

00:23:25: etc.,

00:23:27: Standortförderung, KMU-Politik, neue Raumordnung – das sind wir nicht federführend, aber auch neue Regionalpolitik und so weiter.

00:23:42: Es ist eine sehr breite Hand.

00:23:44: Es ist ja logisch, dass ich nicht alles machen kann.

00:23:47: Ich glaube, meine Stärke ist, dass sich diese Geschäftsleitung neu aufgestellt haben.

00:23:52: Als ich angefangen habe, hat man die Zusammenlegung bei Gabavi noch etwas gespürt und meine Stärkung ist, das Management-Team ... die wir jetzt wirklich langsam zu dem One Seco werden.

00:24:11: Ich interessiere mich auch für alle Themen, es ist nicht bei mir so, dass ich nur Gernse Internationalen mache, weil das das ist was ich am besten kenne und ich glaube von daher ist das vielleicht meine Stärke?

00:24:23: Nicht alles!

00:24:24: Ich kann auch gut delegieren und wenn's muss sein, kann ich aber auch in den Tiefen gehen im Dossier, wenns dann das braucht

00:24:32: Bevor wir in den offiziellen Teil gehen, dann schnell etwas von ihr gelesen haben.

00:24:35: Sie sagten, sie haben die Balance verloren und meinten, Regulierung und Bürokratie ist wieder bei ihnen aufgekommen.

00:24:40: Also das Bürokrateimonst?

00:24:45: Ich habe einfach das Gefühl ... Wenn Sie SECO anschauen ... Wir sind für die Umsetzung des Unternehmensentlastungsgesetzes zuständig.

00:24:59: Digitalisierung, also die EasyGov-Plattform ist bei uns.

00:25:03: Wir haben ein SkyMove Forum, das Seko zuständig ist und wir auch eine Bürokratiemonitor machen.

00:25:11: Man muss sich ihnen sagen, dass sie in der Firma nur schon wenn sie eine Bürokratie-Monitorumfrage machen.

00:25:15: Das ist Bürokratei.

00:25:17: Also es ist einfach ein omnipresenzt Thema.

00:25:20: Gleichzeitig hat Seko einen Auftrag, den sagt Wir müssen nachhaltiges Wachstum fördern.

00:25:26: Nicht wachstums, sondern nachhaltiges Wachsum.

00:25:28: Wir haben viele Kollegen bei uns, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit ganz breit beschäftigen wollen und ich sehe einfach diese Dilemmasständung oder?

00:25:40: Ich höre Firmen, die sagen ja gut es ist jetzt noch nicht so schlimm bei uns wie vielleicht bei anderen.

00:25:45: aber irgendwie spürt man

00:25:47: das

00:25:48: dass der Wildbuch hier ist Und von dort her und dann probiert man etwas anzugehen.

00:25:55: Dann merkt man einfach, wie komplex das alles ist und dass die Gesellschaft verschiedene Ansprüche hat und dass man vielleicht beim einen oder anderen Mal ... und dann der eine oder andere Anspruch festgewichtet hat.

00:26:10: Dann stimmt einfach die Balance nicht mehr.

00:26:12: Und ich glaube jetzt sind wir an einem Punkt, den wir ganz ehrlich über diese Sachen reden müssen.

00:26:16: Es ist auch etwas wie Globalisierung.

00:26:19: Ich gehöre zu dieser Generation, wo ich denke, Globalisierung sei etwas Positives für alle, bis man gemerkt hat, nein, für das Klima vielleicht nicht unbedingt.

00:26:27: Sie haben auch nicht alle gingen bei dieser Globalisierung.

00:26:30: Also sind wir irgendwie dort, da haben wir vielleicht etwas falsch gewichtet?

00:26:34: Wenn sie jetzt den Deutschland ansehen mit der Energiewende ... Bin ich ja noch ganz sicher, ob wir die richtige Güterabwägung gemacht haben.

00:26:45: Aber am Schluss ist es gut, das ist eine unserer Sachen.

00:26:47: Es ist ein deutschen Volk, um die Regierung zu entscheiden.

00:26:51: Es wurde einfach wahnsinnig komplex.

00:26:54: Und es ist gar nicht mehr so einfach zu sagen, dass wir jetzt intern einen Frühlingsputzen machen müssen und eine kleine Schritt.

00:27:04: Denn der grosse Wurf ist wahrscheinlich schwierig.

00:27:08: Wir sind auch als Land längst nicht einig, oder?

00:27:12: Wir sind offenbar die Demokratie an etwas zum gewissen Punkt gesellschaftlich auseinanderdividieren.

00:27:19: Interessanterweise!

00:27:21: Aber ist der Frühlingsputz etwas, das Sie nicht anordnen oder versuchen?

00:27:24: Nein.

00:27:24: Das können

00:27:25: Sie auch nicht anordnungeln, sondern was ich probiere, ist erstmals mit Vorbilden ... Oder wenn ich Branchenverbände treffe, frage ich mich, ob ich jetzt einen Wunsch hätte.

00:27:37: Was will der?

00:27:38: Und dann kommt ein ganz unterschiedliches, als eine Sache, die ich vorhin noch weiss.

00:27:44: Aber wenn etwas angetragen wird und ich denke gut das ist im Einflussbereich vom Seko, dann probieren wir halt diese Sachen an die Hand zu nehmen.

00:27:52: und es ist wirklich auch hier ein Teamsport.

00:27:54: Wir alle im Team encourageieren, dass wenn sie etwas sehen wollen, dass sie den Böllon aufnehmen und probieren, wie beim Rock-Pick über eine Ziellinie zu kommen.

00:28:07: Und das wird allen brauchen!

00:28:09: Weil es nichts gibt.

00:28:10: oder wenn wir in den Säkofen in Inseln versuchen, irgendetwas zu erreichen und andere machen mit und das Parlament tut nach jeder Session weiter reglementiert.

00:28:19: Ich kann auch verständnislos, Politiker werden sie, weil sie haben Probleme lösen.

00:28:24: ein Instrument von Politiker regulieren.

00:28:27: Also auch dort müssen wir halt mal, glaube ich, etwas ehrlicher miteinander reden?

00:28:34: Und dann werden wir nur vier Jahre vorausschauen.

00:28:36: oder wissen Sie den nächsten Wahlen oft der Politiker?

00:28:40: Ja, ich weiss nicht ob das in der Schweiz stimmt, die meisten bleiben ja nicht nur vier Jahren und es hat eine gewisse Beständigkeit bei uns würde ich jetzt sagen, auch in der Regierung von daher.

00:28:50: Also ob dieses Problem ist, ich glaube einfach ... Unendlich schwierig geworden.

00:28:56: Bist du auch zum Schluss von dieser Runde?

00:28:58: Wie wichtig ist es, wenn ihr Chef ist oder die Chefin?

00:29:01: Also, wenn es da einmal einen Wechsel gibt...

00:29:04: Aha!

00:29:04: Ich verstehe mich wirklich als Staatsagestellte.

00:29:06: Ich bin auch nicht Mitglied in einer Partei.

00:29:08: Von daher fühle ich mich im positiven Sinn als Technokratin.

00:29:14: Ich glaube einfach, was das braucht ist, dass man sich ein Vertrauensverhältnis hat Und zwar ehrlich gesagt nicht nur mit dem eigenen Vorgesetz.

00:29:22: Also wenn alle sechs Bundesräte immer das Gefühl hätten, ich mache noch alles falsch, dann wird es irgendwann schwierig.

00:29:31: Man braucht Unterstützung vom Chef oder der Chefin.

00:29:35: In meinem Fall habe ich direkt für drei Bundesräten gearbeitet.

00:29:41: Alle drei waren in einer anderen Partei.

00:29:43: Ich habe das jetzt jedes Mal angebracht.

00:29:48: Aber es braucht einen Vertrauen.

00:29:50: Das

00:29:50: geht wohl in Nigeria, Kuba

00:29:52: etc.,

00:29:52: der kann das wahrscheinlich dann?

00:29:54: Nein!

00:29:55: Ich glaube, es ist einfach wichtig, dass man ein Rollenverständnis hat.

00:30:00: Also Politiker des Parlaments – ich nenne das immer, das sind unsere Akzeneere oder natürlich am Schluss eben die Budgetscheide, die wir haben.

00:30:09: Die geben uns eigentlich den Aufgabenkatalog, wenn man so will.

00:30:12: Die Regierung ist ein Ort wie der Vorstand oder das Board oder der Chef, die direkte Vorgesetzte und wir sind Verwaltung.

00:30:22: Und wir dienen natürlich primär am Aktionalrat aus dem Parlament und in erster Linie auch an den Bundesraten.

00:30:33: Im SECO haben sie ganz viel Stakeholder.

00:30:35: Wenn ich neue Mitarbeiter im SECODO begrüße ... Also offensichtlich, was wir hier machen ist eigentlich relevant für jeden und jede in der Schweiz.

00:30:45: Weil wenn man es nicht richtig macht, hören wir es dann auch.

00:30:49: Und von dort hat das doch eine ultimative Motivation.

00:30:53: Dass wir irgendetwas machen, die alle denken, dass es nicht wichtig ist und betrifft uns nicht.

00:30:59: Das ist das, was mich antreibt.

00:31:01: Gut, jetzt müssen wir stoppen.

00:31:04: Aber jetzt sind wir auf the record definitiv.

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